Chili

Lateinisch (Botanisch): Capsicum frutescens L
Englisch: Chillies, Chili pepper
Französisch: Poivre rouge, Piment en ragé

Geschichte:

Mit der Entdeckung der neuen Welt brachte Columbus neben Paprika auch »AXI« (indianischer Name für Capsicum) mit nach Europa. Aus peruanischen Gräberfunden weiß man, dass Capsicum-Arten schon in der Prä-Inkazeit in der Diät der Indianer eine Rolle spielten. Der Ursprung der Pflanze liegt im Amazonas-Quellgebiet. Die Spanier und Portugiesen sorgten dann für weltweite Verbreitung des Cayennepfeffers, Teufels-pfeffers oder Spanischen Pfeffers, wie die Chillies auch genannt werden.

Hauptanbaugebiete:

Chillies gedeihen, bei weltweiter Verbreitung, in den Tropen und auch in gemäßigten Zonen wie Mittel- und Südamerika, Indien, Sri Lanka, Pakistan, China, Thailand, Indonesien, Japan, Türkei, Uganda, Nigeria, Tansania und vielen anderen Ländern. Obwohl die strauchartigen Pflanzen heute überwiegend im Großanbau auf Feldern kultiviert werden, erfolgt die Ernte noch per Hand, da die Schoten unterschiedlich reifen. Sehr variantenreich ist die Größte der Chilischoten. Von spitzkegelig bis kugelig-rund zeigen die Schoten im ausgereiften Zustand eine Farbenbreite von leuchtend rot über orange bis glänzend braun. Verantwortlich für die feurige Schärfe ist das Capsaicin, Hauptbestandteil der Capsainnoid Scharfstoffe.

Beschreibung:

Die Form und Größe der Chilischoten ist variantenreich. Sie können von spitzkegelig (z.B.superscharfe ca. 1 cm kleine Birdseye-Chili aus Papua Neuguinea oder Malawi) bis kugelig-rund (z.B. Casabel aus Mexico oder Nordspanien) gedeihen. Die Schoten zeigen im ausgereiften Zustand eine Farbenbreite von leuchtend rot über orange bis glänzend braun. Obwohl die strauchartigen Pflanzen heute größtenteils im Großanbau auf Feldern kultiviert werden, erfolgt die Ernte noch per Hand, da die Schoten unterschiedlich reifen. Als Gewürz werden die reifen, getrockneten Früchte ganz, grob zerstoßen oder gemahlen in den Handel gebracht. Je nach Herkunft und Art schmecken die Chillies mehr oder minderbrennend scharf und werden daher auch als das Dynamit unter den Gewürzen betitelt. Verantwortlich für die feurige Schärfe ist das Capsaicin, Hauptbestandteil der Capsainnoid-Scharfstoffe. In der Regel sind die kleinen, dickhäutigen und spitzen Chillies am schärfsten, während die großen, runden und fleischigen Schoten milder im Geschmack sind. So sind die spanischen Chillies mild pikant, während zum Beispiel die mexikanische Küche kleine, scharfe Schoten (Morita, Chipotle, Chilede Arbol) verwendet.

Verwendung:

Für scharfe und deftige Gerichte, Fisch, Chilisaucen, Curry, Gewürzgurken, Gulasch, Cevapcici, Debreziner und Zigeunerwurst. Zur Veredelung für scharfe Pfannen und Grilladen, z.B. Chillie Willy.

Es gibt eine erstaunliche Anzahl an Chiliarten: Ancho ist ein mildes, dunkles Chili, Jalapeno ist dunkelgrün und sehr scharf, Mulato braun und scharf, Pasilla lang, dünn, braun und scharf, Serrano klein, grün und sehr scharf, Uganda- und Mombasa Chillies ebenso. Gegen Chiliverbrennungen helfen Milch, Joghurt und Eiscreme. Für Pharma-Zwecke werden aus Chili Extrakten muskelwärmende und durchblutungsfördernde Salben hergestellt. Extrakte aus Chillies wirken abstoßend auf eilegende Insekten.

Heilkunde:

Chilis werden vielfältige heilende Kräfte nachgesagt. Die scharfen Früchte regen den Kreislauf an, wirken obendrein bakterientötend. Doch nicht nur das. Traditionell setzt man Chili außerdem bei schmerzhaften Verspannungen ein. Auch heute noch enthalten viele Wärmepflaster Chili.